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Auf der Alm..

Da waren wir wieder. D. und ich hatten uns erneut verabredet, uns irgendwo zu treffen, wo uns am besten niemand kennt. Nach der Geschichte auf dem Balkon eines Hotelzimmers in Frankfurt hatte er immer Angst, von jemandem entdeckt zu werden. Deshalb beschloß ich, eine kleine, schnuckelige Berghütte zu mieten. Das gestaltete sich nicht so einfach, denn die Berge haben seit jeher eine gewisse Faszination auf die Menschen ausgeübt. Es ist dieses Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Naturgewalt Fels, die die Menschen von Nah und Fern ans Gebirge zieht.
Wir hatten ausgemacht, uns in München zu treffen, damit wir dann von dort gemeinsam ins Zillertal fahren könnten. Dort hatte ich schon oft Berghütten gemietet, aber meist nur, um feuchtfröhliche Wochenenden zu verbringen. Diesmal war es anders. Seit unserem Treffen in Frankfurt hatten wir uns nicht wiedergesehen, die Entfernung und andere Umstände machten Zusammenkünfte nur schwer möglich.
Als mein Zug in München einrollte, sah ich ihn schon am Bahnsteig. Er wedelte mit den Autoschlüsseln, kam auf mich zu und nahm mir erst einmal das Gepäck ab. Ich hatte diesmal nicht viel dabei, denn ich wollte die Landschaft genießen, ein wenig ausspannen und viel Spaß haben. Ich schritt auf ihn zu und streckte ihm meine Hand entgegen, die er sofort nahm und innig küßte. Er sagte: „Erlaubst du mir, dir zu sagen, daß ich dich schrecklich vermißt habe?“ Ich war gerührt, strich ihm einmal über die Haare und lächelte ihn an. Ich hatte ihn auch wahnsinnig vermißt!
Wir gingen zum Auto, auf dem Beifahrersitz erwartete mich ein Korb mit wunderbaren Leckereien, die D. für mich eingepackt hatte. Ich hatte großen Hunger, von der Fahrt und auch sonst. Also machte ich mich über den vegetarischen Pie und die Flasche Wein her. Schon sehr bald standen wir an der österreichischen Grenze und fuhren in Richtung Zillertal. An einem Dorf namens Gmund angekommen, hieß ich D. das Auto zu parken. Es wäre unmöglich, mit dem Auto bis zur Hütte zu fahren. Ich stieg aus und wanderte los, ungeachtet der Tatsache, daß D. noch alles nehmen mußte, was wir dabei hatten. Nach etwa 20 Minuten Marsch bergauf hörte ich seine Stimme: „Bitte, Herrin, ich komme doch nicht nach! Ich habe so viel zu tragen, und du gehst zu schnell!“ Ich war empört, denn ein Sklave beschwert sich nicht......weiter gehts im Storybereich............

Witch


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